Boney M.: Neue Remixe zum 40. Geburtstag!  

BoneyM_CD_DVDIm Dachstudio eines Offenbacher Mietshauses entstand das Mitte der 1970er erfolgreichste Musikprojekt des Kontinents: Schon die erste Single „Baby Do You Wanna Bump“ sorgte ab Februar 1975 für Furore. Zum 40-jährigen Jubiläum zeigt die einzigartige Karriere-Retrospektive „Diamonds“ mit allen Megahits, wichtigsten TV-Auftritten und sogar neuen Remixes, wie Boney M. Europa eroberten.

Text: Ernst Hofacker

Nicht, dass Offenbach Mitte der 1970er-Jahre der Nabel der Welt gewesen wäre, aber tatsächlich ging dort einiges. Vor allem im Spätsommer 1974: Die damals erstklassigen Offenbacher Kickers schossen zum Auftakt der Bundes­liga-Saison 1974/75 den amtierenden Europapokalsieger und Deutschen Meister FC Bayern München mit Stars wie Beckenbauer, Müller und Maier mit 6:0 aus dem Stadion.

Farian nimmt „Bump“ im Alleingang auf

Und nur wenige Kilometer entfernt vom Bieberer Berg, im kleinen Dachstudio eines schmuck­losen Offenbacher Mietshauses, saß der 33-jährige Franz Reuther am Mischpult und tüftelte an einem Musikkonzept, das bald schon zu den weltweit erfolgreichsten überhaupt gehören sollte. Dabei aber wollte Reuther, bis dahin unter dem Namen Frank Farian und mit eher mäßigem Erfolg als Schlagersänger unterwegs, selbst gar nicht unbedingt im Rampen­licht stehen. Seine Domäne war das Studio, wo er akribisch daran arbeitete, Popmusik auf internationalem Niveau zu kreieren.

Zugute kam ihm bei seiner Mission sein untrügliches Gespür für den Massengeschmack und seine Unbekümmertheit – denn dass jemand das ganz große Ding allein im stillen Kämmerlein austüftelte und zunächst einmal keinen Gedanken daran verschwendete, dass er dazu auch die notwendige Startruppe brauchen würde, war zu diesem Zeitpunkt hierzulande neu. Im Februar 1975 war Farian soweit und brachte mit „Baby Do You Wanna Bump“ eine erste Single heraus. Er nannte das Projekt Boney M. Darauf gekommen war er zufällig durch eine australische TV-Serie namens das war die australische TV-Krimiserie „Boney“ um den gleichnamigen Detektiv, die in den frühen 70ern in Deutschland lief. Sämtliche Instrumente und Stimmen des Tracks hatte er selbst eingespielt und gesungen – Boney M. war Franz Reuther aka Frank Farian. Allmählich mauserte sich der Song in Holland und Belgien zum Hit, und Farian geriet in Zugzwang: Er selbst konnte wegen seiner Karriere als Schlagersänger nicht öffentlich als Boney M. auftreten, also brauchte er passendes Personal.

Jamaika-Power für die BühneBoney M_Diamonds, Disco (6)_verkleinert

Nachdem sich das Künstlerkarussell zunächst noch zügig gedreht hatte, kristallisierte sich um den Jahreswechsel 1975/76 eine feste Besetzung für Boney M. heraus: Die gebürtige Jamaikanerin Liz Mitchell kam von den Les Humphries Singers, Maizie Williams stammte aus Montserrat auf den Kleinen Antillen, Marcia Barrett, ebenfalls aus Jamaika, lebte bereits länger in Westdeutschland und hatte u. a. mit Karel Gott, Drafi Deutscher und Rex Gildo gearbeitet. Vierter im Bunde war der farbige Tänzer Robert „Bobby“ Farrell, den Maizie Williams vermittelt hatte.

Bereits im Juni 1976 erschien mit „Take The Heat Of Me“ das erste Boney-M.-Album. Was folgte, ist Geschichte: Mit Nr.-1-Hits wie „Daddy Cool“ und „Sunny“ war das Quartett schon wenig später zur Popsensation des Kontinents geworden. Ein Charts-Treffer löste nun den anderen ab, auf „Sunny“ folgten „Ma Baker“, „Belfast“, „Rivers Of Babylon“, „Rasputin“, „Mary’s Boy Child“ und und und. Allein im Zeitraum zwischen September ’76 und Oktober ’79 belegten Boney M. sagenhafte 48 Wochen lang Platz eins der deutschen Hitparade! Bis zu ihrer Trennung im Jahr 1986 räumten die fantastischen Vier nicht nur in Deutschland, sondern, neben anderen europäischen Ländern, vor allem auch in England ab.

„Diamonds“ als einzigartige 3CD-, 3DVD- oder Fan-Box 

Nun gibt es zum 40-jährigen Jubiläum der Debütsingle „Baby Do You Wanna Bump“ den definitiven Karriererückblick: Am 30. März kommt „Diamonds“ als 3-CD-Box mit sämtlichen Hits in chronologischer Reihenfolge sowie diversen neuen Remix-Versionen. Die Deluxe-Edition in einer speziellen Fan-Box überrascht zudem mit einer zusätzlichen „Bootleg“-CD, weiteren neuen Remixes, einem T-Shirt und vielem mehr. Parallel dazu ist die 3-DVD-Box „Diamonds“ mit historischen TV-Auftritten, Promoclips und bislang unveröffentlichten Konzertmitschnitten erhältlich, darunter das letzte Boney-M.-Konzert, das 1984 in Sun City, Südafrika, aufgezeichnet wurde.

BoneyM_Fanbox_Inhalt(2)

Boney M. – „Diamonds“ | 3-CD-Box

BoneyM_Album_Packshot_3D_verkleinert

CD 1
1. Baby Do You Wanna Bump, Pt. 1 – 7′ Version
2. Daddy Cool
3. No Woman No Cry
4. Sunny
5. Ma Baker – 7′ Alternate Version
6. Belfast
7. Rivers of Babylon – 7′ Alternate Version
8. Brown Girl in the Ring – 7′ Alternate Version
9. Rasputin – 7′ Version
10. Painter Man
11. Mary’s Boy Child / Oh My Lord – 7′ Version
12. Dancing in the Streets – 7′ Version
13. Hooray! Hooray! It’s a Holi-Holiday – 7′ Version
14. Gotta Go Home – 7′ Version
15. El Lute – 7′ Version
16. Bahama Mama – 7′ Version
17. I’m Born Again – 7′ Version
18. I See a Boat on the River – 7′ Version
19. My Friend Jack – 7′ Version

CD 2
1. Children of Paradise – 7′ Version
2. Gadda-Da-Vida – 7′ Version
3. Felicidad (Margherita) – 7′ Version
4. Malaika
5. Consuela Biaz – 7′ Alternate Version
6. We Kill the World – 7′ Version
7. The Carnival Is Over (Goodbye True Lover) – 7′ Alternate Version
8. Going Back West – 7′ Version
9. Jambo – Hakuna Matata (No Problems) – 7′ Version
10. Somewhere in the World – 7′ Version
11. Exodus (Noah’s Ark 2001) – 7′ Version
12. Kalimba De Luna – 7′ Version
13. Happy Song – 7′ Version
14. My Cherie Amour
15. Young, Free and Single – 7′ Version
16. Bang Bang Lulu – 7′ Version
17. Stories – Radio Mix
18. Papa Chico – Rap Version
19. Barbra Streisand (The Most Wanted Woman) – Radio Mix

CD 3
1. Song of Joy – Single Edit
2. Running Man (Frankie’s on the Run)
3. Sunny – John Munich & Thorsten Skringer Radio Sax Edit
4. Nightflight to Venus – Blank & Jones Remix
5. Ma Baker – Blank & Jones Radio Remix
6. Daddy Cool – Nick Raider Radio-Mix
7. Kalimba De Luna – Bassflow de Luna Mix
8. Rasputin – Bassflow 4.0 Mix
9. Rivers of Babylon – Echolot Fox Mix
10. Daddy Cool – Jay Frog & Amfree Remix
11. Sunny – John Munich & Thorsten Skringer Extended Sax Mix
12. Sunny – Blank & Jones Summer Vibe Remix
13. Rivers of Babylon – Nick Raider Club Party Mix
14. Kalimba De Luna – Bassflow de Luna Instrumental Mix
15. Rasputin – Bassflow 4.0 Remix

 

Boney M. – „Diamonds“ | 3-DVD-Box

Boney_M_DVD_Box_Packshot_3DDVD 1
Alle großen TV-Auftritter aus den kultigen TV-Shows wie
Top of the Pops (BBC)
Musikladen (ARD)
Formel Eins (WDR)
u.v.a.

DVD 2
Das Konzert 1978 Live in Dublin vom irischen Fernsehen
Außerdem das SOPOT Festival von 1979 Live in Polen

DVD 3
Das legendäre und letzte Konzert von Boney M. in Sun City (Süd-Afrika)
+ Bonus Material

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